Geschichte

Am 1. Januar 1995 begann für die Snowboarderinnen und Snowboarder des Skiclubs Amden eine neue Zeitrechnung. Erstmals gab es beim Clubrennen eine Kategorie nur für die Boarder. Zehn Unentwegte wagten sich auf die Piste, die Gallus Thoma am schnellsten zu bewältigen vermochte. Da der Skiclub damals noch keine richtigen Snowboardtore besass, wurde bei den Skifahrertoren eine zusätzliche Torstange schräg hinzugestellt, um den Boardern die ideale Schräglage zu ermöglichen.

Am 8. Januar folgte dann bereits der zweite Anlass mit Beteiligung der Boarder. Den Parallelslalom gewann Yvonne Brunner im Final gegen ihren Freund Gallus Thoma. Im selben Jahr folgte dann auch noch das Schülerrennen, wo es ebenfalls erstmals eine Boarderkategorie gab.

 

 

In den nächsten Jahren hatte die Kategorie der Boarder immer mehr Zuwachs und so wurden auch die Boarder in verschiedene Kategorien unterteilt. Beim Clubrennen 1995 war nämlich noch ein Altersunterschied von 20 Jahren zwischen dem jüngsten und dem ältesten Boarder.

 

 

Auch in der näheren Umgebung waren die Boarder des Skiclub Amden schon bald eine Macht. So gelang Ignaz Gmür, Ivo Gmür und Tobias Gmür beim Interclubrennen in Filzbach ein Dreifachtriumph. Damals wechselten viele starke Skifahrer des Skiclub Amden aufs Brett, das Gefühl für den Schnee verloren die Fahrer dabei natürlich nicht und so erzielten die Boarder noch viele gute Resultate bei Rennen in der näheren Umgebung.

 

 

Beim Material konnte der Skiclub Amden schon bald aufrüsten. Beim zweiten Clubrennen mit einer Boarderkategorie gab es für die Boarder eine eigene Piste mit Minikippstangen, ideal für angriffige Fahrten. Bei der ersten Austragung der Swiss Snowboardtrophy 1998 in Amden war der Lauf bereits mit den heute üblichen schrägen Snowboardtoren ausgeflaggt.

 

 

Die erste Austragung der Snowboardtrophy in Amden war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Boarder des Skiclubs Amden. Dabei begann das Ganze nicht wirklich ideal. Es schneite, was das Zeug hielt und so sah man angesichts des vielen Neuschnees kaum noch etwas vom ausgesteckten Lauf. Aber Chef Pidu Gmür und seine Helfer legten los und auch die angemeldeten Boarder liessen sich vom schlechten Wetter nicht abschrecken. Das Absenden beim Holzstübli unterstützte die Guggenmusik Zägg ä Amslä bei ihrer Feuerteufe perfekt.

 

 

Bis heute ist die Snowboardtrophy in Amden der wichtigste Anlass im Rennkalender der Boarder. Auch für auswärtige Boarder ist der Start in Amden immer wieder ein spezielles Ereignis. Der berühmt-berüchtigte Starthang im Sell und das Absenden mit der Guggenmusik und einer „gefährlichen“ Schneebar sind in Boarderkreisen bekannt.

Da die Rennen der Snowboardtrophy in der ganzen Schweiz verteilt sind, sind die Ammler Boarder auch schon bis nach Grächen ins Wallis gereist, um an Rennen teilzunehmen. Die besten Resultate erzielen die Ammler Boarder aber gewöhnlich im Sell, wo sie den Heimvorteil ausnützen können. So haben etwa Priska Gmür, Natalie Beglinger, Andreas Thoma, Denise Angehrn, Stefan Ackermann, Nicole Büsser, Aline TiefenauerSamuel TiefenauerFranz Gmür, Sven Gmür, Karin Rüdisüli, Beat Rüdisüli, Veronika Leuzinger und Hansueli Rüdisüli Kategoriensiege bei der Snowboardtrophy erreicht. Die jüngeren Fahrerinnen und Fahrer haben in den letzten Jahren schon zahlreiche Podestplätze errungen, nun hoffen wir einfach auf das nötige Glück, dass sie auch noch die letzte Stufe bewältigen und ganz zuoberst aufs Podest fahren.

 

 

Pidu Gmür hat als Technischer Leiter Snowboard einen grossen Anteil an den Erfolgen der Boarder. 2000 übernahm er den neu geschaffenen Posten, Technischer Leiter Snowboard, im Vorstand des Skiclubs. Zuvor war er der Technische Leiter für Ski und Snowboard, aber schon damals setzte er sich für die Boarder ein.

 

 

Bei den Austragungen der Linthcup-Serie sind Ammler Siege in der Kategorie Snowboard schon fast Gewohnheit geworden. Auch die Gesamtrangliste dominierten die Ammlerinnen und Ammler zusammen mit der Renngruppe aus Rieden. Ein Highlight ist dabei bestimmt der siebenfache Triumph der Ammlerinnen im Jahre 2003.

 

 

Aber auch die Gegner haben Fortschritte gemacht und so ist es notwendig, dass wir immer wieder im Sell beim Stangentraining versuchen, uns zu verbessern. Unter der Leitung von Stefan AckermannKarin Rüdisüli, Andreas Thoma und Hansueli Rüdisüli trainieren die Boarder jeweils am Samstagmorgen beim Selllift. Interessierte Boarder sind natürlich jederzeit für ein Schnuppertraining eingeladen.